benigne Larynxtumore
Stimmlippenknötchen:
Diese umschriebenen Pachydermien (Fibroepitheliome) werden auch „Phonationsknötchen“, „Schreiknötchen“ oder „Sängerknötchen“ genannt. Die Ursache ist eine mechanische Über- oder Fehlbeanspruchung bei Sprechberufen oder Sängern.
Sie sind meist am Übergang vom mittleren zum vorderen Stimmlippendrittel lokalisiert, da hier der Ort der höchsten Schwingungsamplitude beim Sprechen liegt und äußern sich durch Heiserkeit, die beim Sprechen weiter zunimmt.
Therapeutisch wird die Schonung der Stimme und ein logopädisches Sprechtraining empfohlen.

Stimmlippenpolyp:
Es handelt sich hierbei um die häufigste gutartige Neubildung der Stimmlippen, die sich mit einer Dys- bis Aphonie bemerkbar macht. Ursache sind initial oft laryngitisch entzündliche Noxen, vor allem der Tabakrauch. Die meist einseitigen kugeligen Polypen sind – wie die Stimmlippenknötchen auch – meist am Übergang vom mittleren zum vorderen Stimmlippendrittel lokalisiert.
Therapeutisch erfolgt die operative Abtragung unter Schonung des Ligamentum vocale und des Reinke Raumes, da es sonst zu Narbenbildungen kommen kann.
Papillome:
Larynxpapillome sind viraler Genese und werden durch die „low risk“ humane Papillomviren HPV 6 und 11 verursacht. Sie kommen häufig bei Kindern vor und sistieren meist in der Pubertät von selbst. Tritt die Larynxpapillomatose bei Erwachsenen auf, sollten die Papillome schonend mikrolaryngoskopisch mit dem Laser reseziert werden, da sie im Erwachsenenalter in 20% der Fälle entarten können und damit eine potentielle Präkanzerose darstellen.
Präkanzerosen:
Leukoplakien, Dysplasien und ein Carcinoma in situ stellen Präkanzerosen dar, die eine weitere Abklärung und Kontrolluntersuchungen erforderlich machen. Sie werden nach folgendem Grading gegliedert: °I: einfache Dysplasie
°II: mittelgradige Dysplasie à fakultative Präkanzerose
°III: hochgradige Dysplasie à entspricht einem Carcinoma in siut
Oft werden die Präkanzerosen als Zufallsbefunde im Rahmen einer HNO-ärztlichen Untersuchung entdeckt, sie zeigen sich aber auch durch eine länger bestehende Heiserkeit, ein Fremdkörpergefühl und Räusperzwang. Zudem sind sie als weißliche, nicht abhustbare Schleimhautbeläge klinisch nachweisbar.
Als Faustregel gilt, dass eine Heiserkeit, die mehr als 3 Wochen besteht unbedingt einer fachärztlichen Abklärung bedarf, da ein maligner Prozess ausgeschlossen werden muss.
Therapeutisch sollte eine Exzision mit anschließender histologischer Untersuchung erfolgen, bzw. eine R0-Resektion der Präkanzerose durchgeführt werden.